18 Monate Biologische Terrain Analyse in meiner Praxis

Wasser-Elektrolyt-Säure/Basen-Haushalt

 

Für die Mediziner der Intensivstationen hat der Wasser-Elektrolyt- und Säure/Basen-Haushalt besondere Priorität.

Die Funktion dieses Verbundsystems ist nämlich die Aufrechterhaltung eines regelrechten „milieu intérieur”, des sogenannten „biologischen Terrains”. An der Regulation ist neben der Lunge und dem Hautorgan vor allem die Niere beteiligt. Störungen dieses Regulationssystems wirken sich auf den Gesamtorganismus aus. Die Folgen können sein:

Beeinträchtigung der Zellfunktion, Funktionsausfall und daraus folgend eine reversible, bzw. im Anschluß irreversible Organschädigung. Extreme Abweichungen sind mit dem Leben nicht vereinbar.

Weshalb diesem regulierenden Verbundsystem außerhalb der Intensivstation wenig Beachtung geschenkt wird, bleibt unklar. Vor allem, da Mitte dieses Jahrhunderts Professor Vincent seine Methode vorstellte – die Bioelektronik nach Vincent.

Die Vincent-Methode ermöglicht dem praktizierenden Arzt dieses regulierende Verbundsystem bei Bedarf zu messen, wiederherzustellen und dann funktionsfähig zu halten. Zusätzlich zu den oben genannten Parametern gehört zur Vincent-Methode die Bestimmung des rH-Wertes. Er ist ein Maß für die Wechselwirkung eines Redoxsystems und damit für Elektronenverschiebungen bei chemischen Reaktionen.

Wenn wir uns nun an unser Physikums-Wissen erinnern, sind diese Elektronenverschiebungen maßgeblich beteiligt bei der oxidativen Phosphorylierung im Citronensäure-Cyclus, der in den Mitochondrien stattfindet.

Damit sind wir bei einem der neuesten Forschungszweige der Schulmedizin: Der Mitochondrialen Medizin

Die Mitochondriale Medizin wird – da bin ich mir ganz sicher – neue Erkenntnisse bei heute noch schwer beeinflußbaren Krankheiten bringen. Daß wir mit der Vincent Methode Teilchen messen, die Bestandteil der neuesten wissenschaftlichen Forschung sind, erfüllt mich als Anwender und Instruktor dieser Methode mit besonderer Freude. Es ist aber auch ein Hinweis auf die Genialität von Professor Vincent, der sehr frühzeitig die besondere Bedeutung erkannte, die den Elektronen zukommt.

Mit der Vincent Methode beschäftige ich mich intensiv seit Mitte 1993. Meines Erachtens ist sie in jeder ganzheitlich orientierten, naturheilkundlichen Praxis, aber auch in der Praxis des Schulmediziners, unverzichtbar. Wie kommt es nun, daß diese Methode, die seit ca. 50 Jahren besteht, kaum Anwender gefunden hat?

Dieser Zustand hat sich in Europa seit 1997 grundlegend geändert. Dr. Robert Greenberg aus Payson Arizona entwickelte aus der Bioelektronik nach Vincent (BEV) eine völlig neue hochpräzise Meßelektrode und konzipierte die Biologische Terrain Analyse (BTA®). Dieses Gerät wird seit Anfang 97 von der Firma VEGA Grieshaber KG in Schiltach vertrieben.

Endlich steht den Anwendern der Vincent Methode eine präzise Elektrode in Form des BTA® S-2000 zur Verfügung. Das BTA® S-2000 ist sehr einfach zu bedienen . Zur morgendlichen Routine gehört die Kalibrierung mit standardisierten Pufferlösungen. Anschließend kann die Kalibrierung überprüft werden, so daß der Therapeut Einblick in die Meßgenauigkeit bekommt. Das BTA® S-2000 mißt im Hunderter Bereich genau, was beim pH-Wert von außerordentlicher Bedeutung ist. Hervorzuheben ist, daß die Software beim Kalibrieren und bei der Analyse keinerlei Eingriffe des Therapeuten erlaubt. Bei beiden Vorgängen werden die Meßvorgänge solange wiederholt, bis die Werte innerhalb der Gauß´schen Verteilungskurve stabil sind. Das ist „state of the art” und erfüllt die wissenschaftlich zu stellenden Ansprüche. Die Elektroden können bei Bedarf einzeln ersetzt werden. Das spart Kosten. Die Meßkammer benötigt lediglich 1,4 ml der jeweils zu analysierenden Flüssigkeit. Das erleichtert den gesamten Meßvorgang. Das BTA® S-2000 ist außerordentlich unempfindlich und pflegeleicht.
Trotz täglicher, absichtlich nicht sehr schonender Behandlung, ist in 18 Monaten noch keine Fehlfunktion aufgetreten. Bis jetzt mußte keine Elektrode ersetzt werden.

Die beste Methode taugt nur soviel, wie der Therapeut, der dahinter steht. Die VEGA vertreibt nicht nur die BTA®-Geräte, die Ausbildung der Therapeuten ist ihr auch ein besonderes Anliegen. Auf Einladung der Firma Biological Technologies flog ich im August 1997 nach Phoenix, Arizona, zu einem Experten Treffen für Biologische Terrain Analyse. Durch dieses Instructors Seminar wurde für alle Instruktoren ein gleichermaßen hohes Niveau gewährleistet. Auch hier in Europa legt die Grieshaber Akademie Wert auf eine Ausbildung der Anwender auf einheitlich hohem Level. So wird in einem 1 1/2 tägigen Grundseminar der Therapeut zu dieser Methode hingeführt. Diesen Zeitraum halte ich auch für nötig um die umfassenden physiologischen Kenntnisse für die BTA®, die sich jeder Mediziner bis zum Physikum anzueignen hatte, wieder aufzufrischen. Am 2. Tag geht es dann in die Praxis. Schon im Grundkurs werden 2 Seminar-Teilnehmer wie „echte” Patienten behandelt. So kann der Therapeut hautnah erleben, wie mit der BTA® S-2000 gearbeitet wird.

Für Seminarstufe II werden von der Grieshaber-Akadamie wiederum 1 1/2 Tage angesetzt. Dieses Seminar wendet sich ausschließlich an die Anwender der BTA® oder Kenner der Methode nach Vincent.
Die Theorie wird ganz kurz rekapituliert und dann stellen die Seminarteilnehmer ihre Problemfälle vor.
Zusätzlich besteht für den Anwender eine technische und eine medizinische Hotline. Mediziner haben gelernt, nach Indikationen zu fragen. So auch bei der BTA®. Ich ziehe es vor – in Anlehnung an die homöopathische Idee – nicht nach Diagnosen zu fragen, sondern den Patienten zu betrachten.

Falls wir eine Einteilung brauchen, könnte es folgende sein:
Schwerkranke Patienten mit Symptomen, die allopathisch jedoch nur mit den bekannten Nebenwirkungen behandelt werden können. Möglicherweise zeigt hier auch die Erfahrungsheilkunde nicht den gewünschten Erfolg. Wie eingangs erwähnt, kümmern wir uns mit der BTA® um das regulierende Verbundsystem des Körpers, seine Grundregulation, seine Selbstheilungskraft. Und wie das Wort Grundregulation impliziert, steht sie am Anfang, bildet die Basis für das Gesundwerden. D.h. die BTA steht auch hierarchisch vor bioenergetischen Verfahren. Die BTA® ermöglicht oft erst die Wirkung dieser Verfahren und erklärt Therapie-Versager. Für mich ist also die Diagnose unerheblich. Als Allererstes erfolgt ohnehin die obligate schulmedizinische Abklärung (wie oft ist es mir schon passiert, daß austherapierte Patienten zu mir kamen, bei denen beispielsweise ein autonomes Adenom nicht berücksichtigt worden war).

Dann folgt die BTA®. Ob die Diagnose aus dem allergischen Formenkreis stammt, also Asthma allergicum, Rhinitis allergica oder Neurodermitis heißt, oder aus einem anderen Bereich kommt, ist völlig unerheblich: Zunächst muß die Grundregulation in Ordnung gebracht werden. Dann können weiterführende Therapiemaßnahmen, wie MRT, VEGASELECT, o.a. „greifen”.

Patienten, die sich krank fühlen, bei denen aber alle schulmedizinischen Parameter in der Norm liegen.
Diese Patienten werden dann üblicherweise in die „psychosomatische Ecke” geschoben. Hier ist die BTA® außerordentlich hilfreich. Die gemessenen neun Parameter erlauben dem erfahrenen Anwender einen tiefen Einblick in die Situation des Patienten. Nicht umsonst habe ich den Untertitel unter BTA® mit „Schlüssel zu Psyche und Soma” bezeichnet. Besonders in Seminar II werden Sie lernen, diesen Schlüssel zu gebrauchen.

Patienten die sich gesund fühlen, keine Symptome haben aber gesund alt werden möchten.
Hier verweise ich besonders auf den Artikel im Spektrum der Wissenschaft 10/97 mit dem Titel: „Mitochondrien-DNA, Altern und Krankheit”. Hier kommen wir zu dem besonderen Gebiet des Medical-anti-aging, das sicher an Bedeutung gewinnen wird. Die Frage, wie werde ich gesund alt, stellt sich uns allen. Auch die Osteoporose-Prophylaxe gehört hierher. BTA ermöglicht uns eine echte Vorsorge-Medizin, nicht nur die schulmedizinische Früherkennung.

Die Frage der Diät-Beratung gestaltet sich mit der BTA® äußerst simpel. Da wir das venöse Blut analysieren ergeben die Werte durch eine akribisch arbeitende Software die gegenwärtige Stoffwechsellage des Patienten: Das Ergebnis seines Stoffwechsels. Wir müssen uns also nicht mit der aufgrund seiner Ernährung theoretisch zu erwartenden Stoffwechsellage auseinandersetzen, sondern wir beurteilen seinen tatsächlichen Stoffwechsel.

Das ermöglicht uns zielgenaues Eingreifen und Verbessern des Zustandes. Es zeigt sich, daß die BTA® das objektive Bindeglied zwischen der integrativen und der konventionellen Medizin geworden ist.

Aus diesem Grund haben wir auch sprachliche Ungenauigkeiten der BEV korrigiert. Aus den gemessenen Parametern läßt sich die Leistung in Watt ausrechnen. Die BEV spricht von „Energie”. Die BTA® verwendet bewußt den physikalisch richtigen Ausdruck: „Leistung”. Auch die Berechnung eines Vitalitätsfaktors, eines Globalfaktors oder gar die Berechnung eines Krebsfaktors entzieht sich wissenschaftlicher Genauigkeit. Die BTA® verzichtet bewußt auf diese Ungenauigkeiten und konzentriert sich auf die physiologisch nachvollziehbaren Gegebenheiten. Damit erreichen wir durch die BTA auch in scheinbar aussichtslosen Fällen mindestens eine Besserung, wenn nicht gar eine Heilung eines schon lange bestehenden Krankheitsbildes

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Gemessene Werte vom 02.10.1997

 

Gemessene Werte vom 06.03.1998

Fall 1:

Frau M. Sch. zeigt eine typische Konstellation, eine sogenannte Säurestarre. Bei ihrer ersten BTA® am 02.01.1997 ist ihr erster Urin sehr sauer, der 2. Urin aber noch viel saurer. Dies erlaubt uns eine Aussage über den Zustand des Bindegewebe, des biologischen Terrains. Säure/Basen-Fluten sind physiologisch. Der 2. Urin, der Aufschluß gibt über den Zustand des Bindegewebes, muß basischer sein als der 1. Urin.

Heinrich Schade ehemals Direktor des Institutes für Physikochemische Medizin der Universität Kiel sprach bereits 1935 vom Interstitium als Säurespeicher, ja sogar als Säurefänger. Das bezeichnet den Zustand, den
der Volksmund als „Stoffwechselschlacken” kennt. Wir wissen, daß das Interstitium Retikulum-Zellen enthält, die zum Retikulio-Endothelialem-System (RES) gehören und damit bei der Immunabwehr eine besondere Rolle spielen. Blut und lymphatische Organe sind aus dem Mesenchym hervorgegangen.

Somit entscheidet das Bindegewebe – als biologisches Terrain – über die Immunität, über die natürliche Fähigkeit zur körpereigenen Krankheitsabwehr.

Volhard, Internist 1872-1950, war auf dem Gebiet der Nierenkrankheiten führend. Er hat das Bindegewebe als Vor- bzw. Vor-Flut-Niere bezeichnet und damit die besondere Bedeutung des BG unterstrichen.

In diesem Zustand werden sich Therapieerfolge bei Frau Sch. zögernd bis überhaupt nicht einstellen. Eine viel erfolgversprechendere Situation zeigt sich nach der BTA®-Therapie bei der 2. BTA®-Analyse am 06.03.1998. Wir sehen jetzt den Umkehr der Säurestarre, einen physiologischen Wechsel. Das ist der Zeitpunkt, ab dem bioenergetische Verfahren Erfolg versprechen.

Die Beurteilung der Befunde wird durch die tabellarische Erfassung der Meßwerte sehr erleichtert. Auch die Balken-Graphik ist für Therapeut und Patient gleichermaßen hilfreich.

Verlaufskontrolle von allen Werten

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Fall 2:

Frau T. ist ein Beispiel für einseitige Ernährung. Weil Obst und Gemüse so gesund ist, ernährt sie sich ausschließlich auf diese Weise. Ihr Körper scheint anderer Ansicht zu sein. Säure an sich ist nichts Schlechtes und Basen an sich sind nichts Gutes. Der Körper braucht eben beides; im ausgewogenen Verhältnis. Es ist nun die Aufgabe des Therapeuten, in Zusammenarbeit mit der Patientin herauszuarbeiten, welche Speisen sie als Säure-Spender zu sich nehmen will.

Gemessene Werte vom 22.03.1998

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Gemessene Werte von Fall 3

Fall 3:

Die junge Dame, Frau F. leidet unter einer Neurodermitis. Bei beiden BTA®-Analysen sind RUrin für das Alter der Patientin extrem schlecht. Der schulmedizinische Parameter, das Kreatinin aber jeweils absolut im guten Normbereich: 0,9.
Dieses Phänomen erlebt der BTA®-Therapeut öfters. Schulmedizinisch ergeben sich keinerlei Hinweise, aus BTA Sicht leuchten die Warnlampen. Das habe ich weiter oben mit Vorsorge-Medizin bezeichnet.


Die Patientin hatte mit 15 Jahren einen Fahrradunfall bei dem sie sich den Zahn 11 ausschlug, der dann wurzelbehandelt und mit einer Brücke versorgt wurde. Mit 23 Jahren hatte sie einen Sportunfall: der Zahn 21 wurde verletzt, wurzelbehandelt und ein Silberstift implantiert. Die Patientin entwickelte eine Neurodermitis, hatte Tränensäcke unter den Augen und fühlte sich schlapp. Und das in diesem Alter.
Jeder ganzheitlich tätige Arzt kennt die Bedeutung der Schneidezähne in Bezug auf die Nieren.

Nach Austestung wurde der Silberstift entfernt; die fehlenden Schneidezähne werden jetzt mit einer Brücke versorgt. Seither geht es der Patientin besser, die Tränensäcke sind verschwunden. Der RUrin der BTA®-Analyse zeigt uns aber noch eine Nierenbelastung im Sinne eines Herdgeschehens. Ferner liegt auch hier noch eine Säurestarre vor. Sobald diese Grundregulation wieder in Ordnung gebracht ist, kann weitere Hilfe angeboten werden.

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Fall 4:

Wenn ich mir die erste BTA®-Analyse der Frau S. anschaue, erinnert mich das an meine alten Vincent Zeiten. Die Graphik derart massiv in Zone 3, der bösen „Krebs-Zone”.


Mehrere meiner persönlichen Vincent Analysen zwischen März 1995 und Mai 1996 bescheinigen mir beim „Krebs-Faktor” eine eingeschränkte Immunlage bis hin zur akuten Gefährdung.
Glücklicherweise weiß ich heute, daß ich Frau S. Mut machen kann, daß sich ihr Zustand ändern läßt, wie ihre 2. BTA-Analyse zeigt.


Diese Analyse zeigt aber auch, wie gut sich mit BTA ein Therapieverlauf verfolgen läßt. Und bei der 3. BTA-Analyse ist vom Schreckgespenst „Krebs” schon nichts mehr zu sehen.
Meines Erachtens fällt die Mitteilung: „Sie haben eine akute Krebsgefährdung” aufgrund einer Vincent-Methode unter den Begriff der iatrogen Schädigung eines Patienten.

Gemessene Werte vom 27.06.1997

 

Grafische Darstellung nach Vincent zu gemessenen
Werten vom 27.06.1997


Gemessene Werte vom 14.10.1997

 

Grafische Darstellung nach Vincent zu gemessenen Werten vom 14.10.1997


Gemessene Werte vom 14.01.1998

Grafische Darstellung nach Vincent zu gemessenen Werten vom 14.01.1998


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